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n-tv.de:
"Strom bis zu 13
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Zeit.de:
"Ministerium befürchtet
massiven Gaspreis-Anstieg."
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süddeutsche.de:
"Maßnahmen gegen langsames DSL."
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Nachtstrom

Nachtstrom wird, wie man aus dem Namen schließen kann, nachts den Kraftwerken entnommen, wenn sie weniger ausgelastet sind. Deswegen kann er billiger entnommen und den Kunden angeboten werden. Auf diese Weise bekommt der Erzeuger Geld für ansonsten ungenutzt produzierten Strom. Es profitieren also beide Seiten. Für das Kraftwerk ist es kostengünstiger, wenn es 24 Stunden am Tag betrieben wird, als wenn die Leistung heruntergefahren wird.
Dritter im Bunde der Profiteure ist die Natur, weil der Strom, der Nacht produziert und später verbraucht wird, nicht ein anderes Mal, sprich tagsüber extra noch mal hergestellt werden muss.

Für die Nutzung von Nachtstrom ist eine Elektrospeicherheizung nötig. Gewöhnlicherweise wird der Nachtstrom Werktags in der Zeit von 22 – 6 Uhr angeboten, manchmal auch am Wochenende. Mit Hilfe eines Zweittarifzählers oder separaten Nachtstromzählers wird der Nachtstrom gemessen und abgerechnet. Der Strompreis Nachtstrom war früher noch billiger als „normaler“ Strom, dem ist heute aber leider nicht mehr unbedingt so. Bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das Gegenteil der Fall. Damals wurde der Nachtstrom zu Recht von Politik und Energiewirtschaft angepriesen. Der Nachtstrom war eine günstige Alternative zu Kohl- und Ölheizungen, was auch daran lag, dass die Anschaffung der Technik recht preiswert war.

Der Wechsel von einem Tarif Nachtstrom zu einem anderen oder komplett anderen Strom ist schwer, weil andere Stromversorger nicht automatisch Nachtstrom außerhalb ihres Einzugsgebietes vertreiben. Denn für das Durchleiten des Stroms muss der Anbieter Gebühren an den lokalen Versorger zahlen, die zu hoch sind, als dass sich der Verkauf von billigem Nachtstrom für das Unternehmen rechnen würde. Man ist also, wenn man Pech hat, der Gefangene seiner gegenwärtigen Nachtstrom Kosten. Da kann man nur hoffen, einen bundesweit anbietenden Stromlieferanten zu finden.

Aber auch rein technisch gibt es ein Problem: eine Nachtstromheizung wird durch einen Impuls gesteuert, der jedoch von Stromanbieter zu Stromanbieter verschieden ist. Mit der heute praktizierten Technik der Durchleitung lässt sich dieses Malheur nicht lösen.
Nachtstrom Tarife sind, wie bereits erwähnt, seltener geworden, was in dem Wegfall von den noch in den 80er Jahren existierenden „Nachttälern“ begründet ist. Nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher sind derzeit noch ca. 2.000.000 Haushalte mit Nachtspeicherheizung ausgerüstet.

Mit dem Nachtstrom werden im Haushalt beispielsweise Heißwasserspeicher und Nachtspeicherheizungen versorgt. Oder aber Wasserkraftwerke. So beziehen z.B. Schweizer Wasserkraftwerke billigen Nachtstrom aus den Nachbarländern, um damit Wasser in die Speicherseen zu pumen. Wenn dann tagsüber der Stromverbrauch ansteigt und das Wasser nur so durch die Turbinen fließt, können die Versorger den Strom zum dreifachen des Einkaufspreises verkaufen. Aus den geschilderten Gründen sind die Strompreise Nachtstrom keine Option für den Verbraucher. Nachtstrom ist ein Auslaufmodell.